Kategorie-Archiv: Allgemein

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Su Changlan
Su Changlan

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Su Changlan aus Foshan, der Partnerstadt Ingolstadts in Südchina, wegen ihres friedlichen Einsatzes für die Menschenrechte zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt, wurde zwar 2017 freigelassen, doch die Repressionen gegen sie halten an. Fordern Sie mit uns ein Ende dieser Repressionen.  

Jeder der Beziehungen mit China pflegt, muss sich fragen lassen, was er oder sie dazu beiträgt, dass sich die Menschenrechtslage in China verbessert. Weitere Informationen unter http://www.amnesty-china.de

Brief Su Changlan 2018

Projekt Suchmaschine Dragonfly: offener Brief von Amnesty, Privatpersonen sowie von anderen NGOs an Google

laut unbestätigten Informationen soll Google an eine neue Suchmaschine für den chinesischen Markt arbeiten, die sich den dortigen Zensurbestimmungen unterwirft. Mit dem Projekt „Dragonfly“ würde aus Sicht von AI und anderen Menschenrechtsorganisation Google die chinesische Regierung bei der Einschränkung der Meinungsfreiheit und den anhaltenden Verletzungen der Privatsphäre unterstützen. Mitarbeiter von Google selbst haben Bedenken öffentlich gemacht.

In einem offenen Brief an Google haben AI und andere Menschenrechtsorganisationen die folgenden Forderungen an den Konzern formuliert:

  • Google sollte die 2010 gemachte Zusage bestätigen, keine zensierte Suchmaschinen in China anzubieten.
  • Google sollte seine Haltung zur Zensur in China erklären und mögliche Schritte darstellen, um Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Projekt Dragonfly und anderen Apps für den chinesischen Markt zu verhindern.
  • Google sollte den Schutz von Whistle-Blowers und sonstige Mitarbeiter garantieren, die auf Fälle hinweisen, wo der Konzern seinen Verpflichtungen bezüglich der Menschenrechte nicht nachkommt.

Offener Brief an Google

Filmreihe „Cinema Global“

Programmheft Cinema Global 2017

Programmheft Cinema Global 2017

Die Filmreihe „Cinema Global“ geht in die fünfte Runde: Von 2. Mai 2018 bis 09. Dezember 2018 zeigen zehn Vereine und Organisationen aus Ingolstadt im Audi-Programmkino eine Filmserie, die sich mit der „Welt der Menschenrechte“ auseinandersetzt. So soll der Thematik Menschenrechte und Frieden, Demokratie und Gleichberechtigung, Umwelt und sozialer Gerechtigkeit mehr Aufmerksamkeit verschafft werden. Im Audi-Programmkino werden in dreiwöchigem Abstand neun Filme gezeigt, jeweils Donnerstag und Sonntag.

Die Reihe wird organisiert von der Amnesty-Gruppe Ingolstadt. Gelegentlich sind Experten bzw. die Vertreter der jeweiligen Vereine anwesend und stehen für Gespräche zur Verfügung.

 

Programm Cinema Global Mai – Dezember 2018:  Cinema_Global_2018

 

Beginn: Donnerstags 20:00 Uhr, Sonntags 11:00 Uhr
Eintritt: 4,50 € (Asylbewerber freier Eintritt)
Aufführungsort: Audi Forum Ingolstadt, Ecke Ettingerstraße / Waldeysenstraße

 

20 Jahre „Tag der Menschenrechte“ in Ingolstadt: „Flucht als Jahrhundertaufgabe“

Plakat zur Matinee zum Tag der Menschenrechte 2017

Plakat zur Matinee zum Tag der Menschenrechte 2017Bei der diesjährigen Matinee zum Tag der Menschenrechte hat sich Theologe und Soziologe Jürgen Miksch mit dem Thema „Menschen auf der Flucht – eine Jahrhundertaufgabe” befasst. Er ging dabei auf die Ursachen moderner Fluchtbewegungen ein: Kriege, Krisenherden, Hunger, Armut, aber auch der Klimawandel oder die Vernichtung wirtschaftlicher Existenzen durch Subventionen oder internationale Handelsabkommen, zum Beispiel der EU. Flüchtlinge seien Botschafter derartiger Missstände und Menschenrechtsverletzungen.

Miksch, der auch Gründer und Initiator verschiedener sozialer und interreligiöser Einrichtungen, unter anderem Pro Asyl, der Obdachlosenzeitung BISS oder dem Interkulturellen Rat Deutschland ist, kritisierte den Umgang der Weltgemeinschaft mit dieser Problematik. In vielen Staaten habe sich eine Abwehrhaltung entwickelt. Oder man versuche mit Mitteln wie der Obergrenze der Situation Herr zu werden, die jedoch gegen die Genfer Konvention verstoße, die Deutschland mit unterschrieben hat.

„Als ob es Obergrenzen geben könnte, wenn Menschen um ihre Existenz kämpfen“, so seine Einschätzung. Eine solche Verweigerung sei mit dem europäischen Menschenrechtsgedanken nicht vereinbar. Europa brauche sichere und legale Zugangswege sowie eine faire Verteilung der Flüchtlinge. Mit großer Sorge sieht Miksch auch die Übergriffe auf Flüchtlingsheime in Deutschland: „Die Zivilgesellschaft bei jedem rassistischen Übergriff Gesicht zeigen“, so seine Forderung.

Um die aktuelle Herausforderungen der Fluchtbewegungen weltweit zu bewältigen, forderte Miksch noch stärkeren weltweiten Einsatz, um deren Ursachen zu bekämpfen. Entwicklungshilfe müsse sich mehr daraufhin ausrichten, dass sie auch zur Beseitigung von Fluchtgründen beiträgt. Es müsse mehr selbsttragende Strukturen in den Ländern geben, die man damit unterstützt. Unsere eigene Wirtschaftsweise solle verstärkt darauf hin geprüft werden, ob sie Fluchgründe begünstigt. Und die Kosten für die Unterbringung der Flüchtlingsinfrakstruktur müsse zuverlässig von den Staaten übernommen und deren Existenzminimum gesichert werden. Wenn diese Jahrhundertaufgabe der modernen Fluchtbewegungen richtig angegangen würden, könnten sie auch eine Bereicherung sein, so das abschließende Fazit von Miksch.

Matinee zum Tag der Menschenrechte fand in Ingolstadt zum zwanzigsten Mal statt

Eine Menschenrechts-Matinee wie die der Ingolstädter Amnesty-Gruppe ist zumindest im Süden der Republik einmalig. Amnesty International Ingolstadt erinnert mit der Veranstaltung an die Verabschiedung der Menschenrechtscharta 1948 in Paris, formuliert als Antwort der internationalen Staatengemeinschaft auf die Gräuel des Zweiten Weltkriegs und die Menschenrechtsverbrechen im Nationalsozialismus.

Mit der Matinee am 10. Dezember 2017 fand die Veranstaltung nun zum 20. Mal statt. Viele prominente Persönlichkeiten waren zu Gast, haben menschenrechtliche Grundfragen analysiert und aktuelle Probleme erörtert. Die Liste der Rednerinnen und Redner liest sich zum Teil wie das Who is Who derer, die öffentliche Debatten in Deutschland bestimmten wie die ehemaligen Minister Heiner Geißler und Gerhart Baum, der ehemalige Bremer Bürgermeister Hans Koschnick oder der Publizist und Fernsehmoderator Roger Willemsen.

In den Reden spiegeln sich Themen wider, die ihre Aktualität bis heute nicht verloren haben:

 

Guantánamo und Folter

Roger Willemsen

Roger Willemsen

Barbara Lochbihler, damalige Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland und jetzige Europaabgeordnete und Roger Willemsen (2006) sowie Professor Manfred Nowak, UN-Sonderberichterstatter über Folter (2007)

 

 

Religionsfreiheit

Professor Heiner Bielefeldt, Universität Erlangen-Nürnberg, UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit (2011)

 

Wirtschaft und Menschenrechte

Julia Duchrow

Julia Duchrow. Foto: Christoph Pueschner / Zeitenspiegel

Julia Duchrow von Brot für die Welt

 

Nationalismus und Menschenrechte

Heiner Geißler (2000)

Migration, Flüchtlinge und Integration

Marieluise Beck, damalige Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (2004); Professor Milad Karimi, Islamwissenschaftler an der Universität Münster, „Menschenrechte im Angesicht der Flucht“ (2016); Jürgen Micksch, „Menschen auf der Flucht – eine Jahrhundertaufgabe“ (2017)

Auma Obama

Auma Obama

Der glanzvollste Gast war sicher Dr. Auma Obama aus Kenia, die Schwester des vormaligen Präsidenten der USA. Ihr Thema: „Zugehört und Wahrgenommen – Auch ein Menschenrecht!“

 

 

 

 

 

Nicht minder attraktiv die Auftritte von:

Wolfgang Schomburg

Wolfgang Schomburg

Wolfgang Schomburg, Richter am UN-Strafgerichtshof in Den Haag und Arusha: „Schutz der Menschenrechte durch internationale Strafgerichtsbarkeit“ (2003)

 

 

 

 

 

Avraham Burg

Avraham Burg

Avraham Burg, Jerusalem, israelischer Autor, als ehemaliger hochrangiger Politiker u.a Berater von Ministerpräsident Schimon Peres. Sein Thema: „Der Nahostkonflikt und die Menschenrechte“ (2010)

 

 

 

 

 

Gert Heidenreich. Foto: Ohlbaum

Gert Heidenreich. Foto: Ohlbaum

Gert Heidenreich, Schriftsteller und Sprecher, mit einer fulminanten Rede zu „Lessing adieu – Vernunft in fanatischer Zeit“, die den Bezug zur Inszenierung von „Nathan der Weise“ im Großen Haus des Stadttheaters herstellte (2015)

 

 

 

 

 

Ruth Weiss, deutsch-jüdische Journalistin und Schriftstellerin aus Großbritannien, über „Kreisläufe der Gewalt – Entwürfe für Konfliktlösungen“ (2001)

Konzeption und Leitung des Ingolstädter Tags der Menschenrechte: Gudrun Rihl, Amnesty International Ingolstadt

Wesentlich zum Gelingen trugen bisher bei: das Kulturreferat und das Stadttheater Ingolstadt sowie die vielen Vereine der Informationsbörse.

 

Weitere Informationen zur Matinee zum Tag der Menschenrechte 2017