Kategorie-Archiv: Aktionstage

Tag der Menschenrechte 2016

Die Amnesty-Gruppe Ingolstadt beim Tag der Menschenrechte 2016

Unter dem Motto „Menschenrechte im Angesicht der Flucht” fand wieder die jährliche Matinee zum Tag der Menschenrechte im Stadttheater Ingolstadt statt. Gastredner war diesmal Islamwissenschaftler Milad Karimi von der Universität Münster sein. Er kam selbst im Alter von 13 Jahren mit seinen Eltern als Flüchtling aus Afghanistan und konnte kein Wort Deutsch. Heute lehrt er an der Universität Münster Islamische Philosophie und Mystik.

In seinem Vortrag behandelte er die Themen „Flucht“ und „Heimat“. „Mensch sein heißt, flüchten zu dürfen“, sagte er. Der Mensch flüchte „nicht aus der Heimat, sondern aus der Bedrohung“. Er selbst würde Afghanistan niemals als seine Heimat ansehen, auch Deutschland, dem er sehr viel zu verdanken habe, nicht. „Heimat, das ist kein Ort.“ Heimat sei vielmehr, wenn etwas Gutes gelingt. „Wenn ich meiner Frau in die Augen sehen, meinen Sohn tragen kann.“ Dies sei für ihn „wahre Heimat“.

Bericht im Donaukurier

 

Medien- und Meinungsfreiheit in Südostasien: Ausstellung im Stadttheater Ingolstadt

Ausstellung Medien und Meinungsfreiheit in Südostasien

Europäisch-asiatische Beziehungen stehen zunehmend im Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit, vor allem weil China und die Region Südostasien einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung erleben. Bei der Ausstellung zum Thema Medien- und Meinungsfreiheit in Südostasien und dem Vortrag mit Schwerpunkt Vietnam im Foyer des Stadttheaters Ingolstadt ging es um die Länder Vietnam, Kambodscha, Indonesien, die Philippinen, Malaysia, Singapur, Thailand und Burma.

Thailand boomt seit Jahren als Urlaubsland. Burma wird von diesem Trend erfasst. In Vietnam oder Kambod1scha gefertigte Designerklamotten finden sich in unseren Kaufhäusern. Die Bezeichnung „Tigerstaaten“ ist für Malaysia und Singapur schon lange zum feststehenden Begriff geworden.

Wie entwickelt sich angesichts des wirtschaftlichen Booms die menschenrechtliche Situation? Wie macht sich der Einfluss westlicher Kultur, westlichen politischen Denkens bemerkbar?

Ausstellung und Vortrag warfen ein Licht auf die Arbeit von Journalisten, Aktivisten, Journalisten, Blogger und Künstler. Haben sie bei ihren Recherchen ungehindert Zugang zum Internet? Gibt es Medienvielfalt? Wie wird mit oppositionellen Gruppen oder einzelnen Dissidenten verfahren? Wie, wenn Machtmissbrauch und Korruption aufgedeckt werden? Diesen Fragen gingen Ausstellung und Vortrag differenziert nach.